ImmoScout24-Exposé in 30 Sekunden analysieren
ImmoScout24 ist der größte Immobilienmarktplatz Deutschlands. Täglich erscheinen dort hunderte neue Kapitalanlage-Inserate — und täglich verbringen Investoren Stunden damit, Daten aus diesen Inseraten in eigene Tabellen zu übertragen, um dann die Rendite von Hand zu rechnen.
RenditeStar macht diesen Schritt überflüssig. Statt Zahlen manuell zu kopieren, fügst du einfach die ImmoScout24-URL ein. Der Scraper liest Kaufpreis, Kaltmiete, Wohnfläche und weitere Eckdaten direkt aus dem Inserat — und die Renditeanalyse steht in unter einer Minute.
Das Problem mit dem IS24-eigenen Renditerechner
ImmoScout24 zeigt für viele Inserate bereits eine Renditeangabe an. Das klingt praktisch, ist aber aus Investorenperspektive unzureichend:
- Angegeben wird meist die Bruttomietrendite — ohne Kaufnebenkosten
- Bewirtschaftungskosten (Hausverwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis) fehlen
- Keine Finanzierungsberechnung: kein Cashflow, keine Eigenkapitalrendite
- Keine individuelle Anpassung nach deinen Finanzierungsparametern
Mit diesen Lücken unterschätzt die Portalangabe die wahren Kosten regelmäßig — und überschätzt damit die Rentabilität.
Was RenditeStar aus dem ImmoScout24-Inserat zieht
| Feld |
Verfügbarkeit |
| Kaufpreis |
in der Regel vorhanden |
| Kaltmiete (monatlich) |
in der Regel vorhanden |
| Wohnfläche (m²) |
fast immer vorhanden |
| Baujahr |
häufig vorhanden |
| Objekttyp |
häufig vorhanden |
| Adresse / Lage |
häufig vorhanden |
Alle Felder werden direkt aus der strukturierten Insertsdatenseite übernommen. Beim Abruf entsteht kein manueller Übertragungsschritt — und damit kein Übertragungsfehler.
Schritt für Schritt: ImmoScout24-Inserat analysieren
1. Das richtige Inserat auswählen
Öffne das Inserat auf immobilienscout24.de. Für eine vollständige Analyse braucht RenditeStar mindestens Kaufpreis und Kaltmiete. Inserate mit "Preis auf Anfrage" können nicht vollständig automatisch analysiert werden — du kannst den Preis in diesem Fall nach dem Abruf manuell nachtragen.
Wichtig: Überprüfe im Inserat, ob die angegebene Miete Kalt- oder Warmmiete ist. ImmoScout24 zeigt nicht immer klar, welche Mietart angegeben ist. Wärmekosten und Nebenkosten-Vorauszahlungen gehören nicht in die Renditeformel — sie verfälschen das Ergebnis nach oben.
2. URL einfügen und Daten abrufen
Füge die ImmoScout24-URL bei RenditeStar unter /analysis ein. Der Scraper erkennt das Portal automatisch. Der Abruf dauert typischerweise wenige Sekunden bis unter eine Minute.
3. Eckdaten prüfen
Nach dem Abruf siehst du die übernommenen Werte auf einen Blick. Kurze Plausibilitätsprüfung: Stimmt der Kaufpreis? Ist die Kaltmiete realistisch für Lage und Größe? Wenn ja, können die Kennzahlen sofort interpretiert werden.
4. Kennzahlen lesen und einordnen
RenditeStar berechnet auf Basis der Inseratsdaten und deiner Finanzierungsparameter:
- Bruttomietrendite: Schnellcheck — unter 4 % in B/C-Lagen ist ein erstes Warnsignal
- Nettomietrendite: Der ehrliche Wert nach Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten
- Cashflow: Monatliches Plus oder Minus nach Zins und Tilgung
- Eigenkapitalrendite: Wie sich dein eingesetztes Kapital verzinst
- DSCR: Schuldendienstdeckungsgrad — was die Bank sehen will
Beispielrechnung: IS24-Inserat, München-Umland
Ein ImmoScout24-Inserat zeigt:
- Kaufpreis: 420.000 €
- Kaltmiete: 1.200 €/Monat → 14.400 €/Jahr
- Wohnfläche: 68 m²
- Baujahr: 2008
RenditeStar berechnet daraus:
| Kennzahl |
Wert |
| Kaufpreisfaktor |
29,2 |
| Bruttomietrendite |
3,43 % |
| Kaufnebenkosten (11 %) |
46.200 € |
| Nicht umlegbare Kosten (est.) |
2.880 €/Jahr |
| Nettomietrendite |
2,50 % |
Ein Kaufpreisfaktor von 29,2 ist ambitioniert. Die Bruttomietrendite liegt bei 3,43 %, die Nettomietrendite fällt auf 2,5 % — deutlich unter der Schwelle von 3,5 %, ab der eine Immobilie ohne Wertsteigerungsthese für die meisten Investoren akzeptabel ist.
Dieses Ergebnis in dreißig Sekunden zu sehen bedeutet: Zeit für teure Due-Diligence-Schritte wird nur investiert, wenn die Grundkennzahlen das rechtfertigen.
Typische Fallstricke bei ImmoScout24-Inseraten
Warmmiete als Kaltmiete: Bei älteren oder schlecht gepflegten Inseraten ist nicht immer klar, ob die genannte Miete Kalt- oder Warmmiete ist. RenditeStar übernimmt die Angabe wie angegeben — die Plausibilitätsprüfung liegt beim Investor.
Wunschmiete statt Ist-Miete: Manche Inserate für vermietete Objekte geben eine angestrebte Neuvermietungsmiete an, nicht die aktuelle Ist-Miete. Wenn das Objekt aktuell vermietet ist, sollte die tatsächliche Kaltmiete für die Renditeberechnung verwendet werden.
Fehlende Bewirtschaftungskosten: IS24 liefert keine Angaben zu Hausverwaltungskosten oder Instandhaltungsrücklage. RenditeStar setzt Standardwerte an, die du anpassen kannst.
Kaufnebenkosten je nach Bundesland: Die Grunderwerbsteuer variiert zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Schleswig-Holstein, Brandenburg). RenditeStar schlägt einen Standardwert vor — für die exakte Berechnung das Bundesland anpassen.
Vom IS24-Inserat zum bankfähigen Dossier
Für Objekte, die den Schnellcheck bestehen, geht die Analyse weiter: Mehrere Inserate in einem Dossier bündeln, Szenarien mit unterschiedlichen Finanzierungsparametern durchrechnen, das Dossier für das Bankgespräch aufbereiten.
Mehr dazu: Bankfähiges Immobilien-Dossier erstellen.
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