Cashflow
Der Cashflow einer Immobilie ist die wichtigste Kennzahl für die Praxis: Er zeigt in Euro, wie viel Liquidität eine vermietete Immobilie Monat für Monat tatsächlich erzeugt — oder kostet. Während die Mietrendite eine theoretische Kennzahl ist, beantwortet der Cashflow die konkrete Frage: Trägt sich die Wohnung selbst?
Formel
Cashflow = Mieteinnahmen − Zins − Tilgung − nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten
Anders als bei der Mietrendite zählen hier auch Tilgung und Zins der Finanzierung mit, weil sie die reale Liquidität belasten.
Beispiel
- Kaltmiete: 1.000 €/Monat
- Zins + Tilgung: 720 €/Monat
- Nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten: 200 €/Monat
Cashflow = 1.000 − 720 − 200 = +80 €/Monat
Positiver und negativer Cashflow
| Cashflow |
Bedeutung |
| positiv |
Die Immobilie trägt sich selbst und erzeugt Überschuss |
| ausgeglichen |
Mieteinnahmen decken exakt alle Zahlungen |
| negativ |
Der Eigentümer muss monatlich zuzahlen |
Ein leicht negativer Cashflow vor Steuern ist im aktuellen Zinsumfeld häufig — entscheidend ist die Gesamtbetrachtung inklusive Tilgungsanteil, Steuereffekt und Wertentwicklung.
Verwandte Begriffe
→ Mietrendite · DSCR · Eigenkapitalrendite · Nettomietrendite
→ Tiefer einsteigen: Cashflow bei Immobilien berechnen