Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity) ist die Kennzahl, die für den Investor am Ende zählt: Sie zeigt, wie gut sich das tatsächlich eingesetzte Eigenkapital verzinst — nicht der gesamte Kaufpreis.
Formel
Eigenkapitalrendite (%) = ((Mietertrag − Fremdkapitalzinsen) ÷ eingesetztes Eigenkapital) × 100
Das eingesetzte Eigenkapital umfasst die Anzahlung plus die Kaufnebenkosten, die in der Regel nicht mitfinanziert werden.
Beispiel
- Kaufpreis: 250.000 €, davon 200.000 € Kredit
- Eingesetztes Eigenkapital: 50.000 € + 28.000 € Kaufnebenkosten = 78.000 €
- Jahreskaltmiete: 12.000 €
- Fremdkapitalzinsen: 7.000 €/Jahr
Eigenkapitalrendite = (12.000 − 7.000) ÷ 78.000 × 100 = 6,4 %
Die Bruttomietrendite läge bei nur 4,8 % — durch den Leverage-Effekt fällt die Eigenkapitalrendite höher aus.
Einordnung
Eine hohe Eigenkapitalrendite ist kein Selbstzweck: Sie steigt mit dem Fremdkapitalanteil — und damit steigt auch das Risiko. Sie sollte immer zusammen mit DSCR und Cashflow bewertet werden.
Verwandte Begriffe
→ Leverage-Effekt · Mietrendite · LTV · Cashflow Immobilie
→ Tiefer einsteigen: Immobilien-Rendite berechnen