LTV (Beleihungsauslauf)
Der LTV (Loan-to-Value), im deutschen Bankgebrauch Beleihungsauslauf, beschreibt, welcher Anteil einer Immobilie über einen Kredit finanziert ist. Er ist die zentrale Stellschraube für den Zinssatz: Je niedriger der LTV, desto günstiger die Finanzierung.
Formel
LTV (%) = (Darlehenssumme ÷ Beleihungswert) × 100
Wichtig: Der Beleihungswert ist nicht der Kaufpreis. Banken ziehen vom Markt- bzw. Kaufpreis einen Sicherheitsabschlag von typischerweise rund 10 % ab. Der reale Beleihungsauslauf fällt dadurch höher aus als ein einfaches Verhältnis von Kredit zu Kaufpreis.
Beispiel
- Kaufpreis: 400.000 €
- Beleihungswert (nach 10 % Abschlag): 360.000 €
- Darlehenssumme: 320.000 €
LTV = 320.000 ÷ 360.000 × 100 = 88,9 %
Obwohl der Kredit nur 80 % des Kaufpreises ausmacht, liegt der Beleihungsauslauf bei knapp 89 % — und damit in einer teureren Zinsstufe.
Zinsstufen 2026
| Beleihungsauslauf |
Wirkung auf den Zins |
| bis 60 % |
Bestzins |
| 60 – 80 % |
leichter Aufschlag |
| 80 – 100 % |
spürbarer Aufschlag |
| über 100 % |
Vollfinanzierung, deutlich teurer |
Verwandte Begriffe
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→ Tiefer einsteigen: LTV und Beleihungsauslauf bei der Immobilienfinanzierung